| Runder Tisch Radverkehr Frankfurt am Main |
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>> traffiQ richtet Runden Tisch Radverkehr einAuf rund 15 Prozent soll der Radverkehrsanteil an allen zurückgelegten Wegen in Frankfurt bis zum Jahr 2012 ansteigen. Das ist das Ziel des Projektes "Umweltentlastung durch mehr Radverkehr - Begleitung Nationaler Radverkehrsplan", an dem die Stadt Frankfurt am Main nach Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 14. Oktober 2003 teilnimmt. Mit der Durchführung dieses Projektes hat die Stadt traffiQ, die Lokale Nahverkehrsgesellschaft, beauftragt. „Bereits heute legt traffiQ großen Wert auf die Verkehrsmittel übergreifende Beratung, wie sie z. B. in der Verkehrsinsel geboten wird“, erklärt traffiQ-Geschäftsführer Dr. Hans-Jörg v. Berlepsch. „Die Förderung des Fahrradverkehrs deckt sich hundertprozentig mit unserer Philosophie, der Mobilitätsdienstleister für Frankfurt zu sein.“ Fritz Biel, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC Frankfurt, ergänzt: „Gerade im Umweltverbund – zu Fuß gehen, Radfahren, Busse und Bahnen benutzen – ergänzen sich die Möglichkeiten zum Fortbewegen hervorragend“. Frankfurt wird damit Teil des Projekts, das das Umweltbundesamt zur Begleitung des im Jahre 2002 von der Bundesregierung beschlossenen Nationalen Radverkehrsplans fördert und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) bundesweit begleitet. Die Auftaktveranstaltung fand vergangene Woche in Potsdam statt. In zehn Städten – darunter Frankfurt – soll an „Runden Tischen Fahrradverkehr“ ausgelotet und anschließend umgesetzt werden, wie eine effektive Radverkehrsförderung aussehen kann. Ziel ist es, einen Stimmungswechsel pro Fahrrad in Frankfurt zu erreichen. „Frankfurt verfügt partiell über einen erstaunlich guten Ausbauzustand der Radverkehrsanlagen“, so Fritz Biel. „Dennoch werden derzeit nur etwa sechs Prozent aller Wege mit diesem umweltfreundlichen Verkehrsmittel zurückgelegt.“ Zwar ist eine fahrradfreundliche Infrastruktur Grundvoraussetzung für eine fahrradfreundliche Stadt. Fahrradförderung beginnt jedoch auch im Kopf. Am Runden Tisch sollen Vertreter von Stadtverwaltung, Verkehrs- und Umweltverbänden sowie der Wirtschaft beraten, welche Maßnahmen in Frankfurt sinnvoll sind, um den Radverkehrsanteil zu erhöhen. Das müssen nicht immer Investitionen sein. Eine bessere Vermarktung der vorhandenen Möglichkeiten sowie ein fahrradfreundliches Denken und Handeln innerhalb der Entscheidungsgremien können womöglich mit wenig Aufwand großen Nutzen erzielen. Denn es reicht nicht aus, genug Radwege zu bauen, um dem Fahrradverkehrsanteil deutlich zu erhöhen. Verbunden mit professioneller Öffentlichkeitsarbeit und einem Dialog der gesellschaftlichen und verkehrspolitisch relevanten Kräfte sind deutliche Erfolge bei der Radverkehrsförderung zu erreichen. Gerade in den Ballungsräumen, wo die Hälfte aller Pkw-Fahrten kürzer als fünf Kilometer sind, kann das Fahrrad seine Vorteile voll ausspielen. Es ist nicht nur umweltfreundlich, das Fahrrad hält auch seine Benutzer fit und spart Nerven, da die Parkplatzsuche entfällt. Darüber hinaus ist die Erhöhung des Fahrradanteils am Gesamtverkehr auch ein Beitrag zur nachhaltigen Mobilitätsentwicklung. „traffiQ und ADFC streben an, mit dem Runden Tisch in einem ersten Schritt das bestehende Angebot unter die Lupe zu nehmen – von der Abstellanlage bis zur touristischen Wegbeschilderung“, erklärt Bernd Wilde, Leiter des Fachbereichs Angebotsplanung bei traffiQ. Auch das Image des Radverkehrs soll untersucht werden; wie etwa erreicht werden kann, dass Kinder nicht mehr mit dem Auto der Eltern zur Schule gefahren werden, sondern den Weg selbst mit dem Rad zurücklegen. Selbstverständlich bieten sich hier auch zahlreiche Kombinationen im Umweltverbund an, wie z. B. die Nutzung des Fahrrades auf dem Weg zur oder von der nächsten Haltestelle von Bus und Bahn. Damit schließt sich der Kreis zur Verkehrsmittel übergreifenden Mobilitätsberatung. Schon jetzt sind Mitarbeiterinnen von traffiQ regelmäßig in Schulen unterwegs, um Schulkinder mit der Nutzung von Bus und Bahn vertraut zu machen. „Denn was fürs Fahrradfahren gilt“, so Dr. v. Berlepsch, „lässt sich auch auf öffentliche Verkehrsmittel übertragen: Das Angebot in Frankfurt am Main ist gut – es muss aber teilweise erst noch in den Köpfen der Menschen ankommen“. (traffiQ-Pressemeldung vom 18. März 2004) [zurück zur Eingangsseite...] |
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